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CRIPPING UP: WAS IST PROBLEMATISCH DARAN, WENN SCHAUSPIELENDE OHNE BEHINDERUNG ROLLEN MIT BEHINDERUNG SPIELEN?

Aktualisiert: 23. Dez. 2025



"Cripping up" beschreibt ein Phänomen, das in der Film- und Theaterwelt erstaunlich wenig Widerspruch erfährt: Nicht-behinderte Schauspieler*innen übernehmen Rollen von Menschen mit Behinderung, verkleiden sich entsprechend und werden dafür häufig mit besonderem Applaus, Anerkennung und Preisen überschüttet.


Der Grund? Solche Darstellungen gelten offenbar als außergewöhnlich anspruchsvolle, ja geradezu exzentrische schauspielerische Leistungen.


Die Zahlen sprechen für sich: Laut einer Studie aus dem Jahr 2012 spielten 16 Prozent aller Oscar-Gewinner*innen Rollen, in denen sie Menschen mit Behinderung oder psychischen Beeinträchtigungen verkörperten. Das zeigt, wie sehr diese Darstellungen in der Branche belohnt werden.


Dabei ist "Cripping up" im Grunde das Pendant zum "Blackfacing" – eine Praxis, die längst im Zentrum gesellschaftlicher Debatten über Repräsentation steht. Während das Theater seit etwa sieben Jahren intensiv über Fragen der authentischen Darstellung und Diversität diskutiert, scheint "Cripping up" noch immer weitgehend unhinterfragt zu bleiben.


Die Frage ist also: Wann wird auch diese Form der problematischen Repräsentation ernst genommen?


Mehr dazu in diesem lesenswerten Artikel bei Nachtkritik:



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