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WIE WESTDEUTSCHE MEDIEN DEN OSTEN LÄCHERLICH MACHTEN - UND WELCHE FOLGEN DAS BIS HEUTE HAT

Aktualisiert: 23. Dez. 2025


Nach der Wiedervereinigung prägten westdeutsche Medien ein Bild von Ostdeutschen als naive, rückständige Menschen, die mit der modernen Welt überfordert waren. Statt die komplexen gesellschaftlichen Umbrüche ernst zu nehmen, wurden Menschen zu Karikaturen degradiert.

Die Lebensleistungen von Millionen DDR-Bürger*innen wurden nicht ernst genommen.


Die „Zonen-Gabi mit der Banane“ (eine geschälte Gurke) wurde zum Symbol für die angebliche Rückständigkeit ostdeutscher Menschen. Hinzu kamen stereotype Zuschreibungen wie der „Trabi-Fahrer“ oder der „Jammer-Ossi“. Diese Klischees blendeten reale Probleme wie Deindustrialisierung und Massenarbeitslosigkeit aus.


Diese Art der Berichteratattung trug wesentlich zum tiefen Misstrauen vieler Ostdeutscher gegenüber etablierten Medien bei. Viele Ostdeutsche fühlten sich nicht repräsentiert oder durch eine „Westbrille“ gesehen. Das Gefühl wirkt bis heute nach. Wer Menschen systematisch lächerlich macht, darf sich nicht wundern, wenn sie sich irgendwann abwenden.


Über den Osten wird überwiegend als Problemfall berichtet. AfD, Rechtsradikale, Stasi-Vergangenheit. Das war's dann auch schon. Dabei kommen Erfolgsgeschichten und differenzierte Darstellungen des Ostens kaum vor. Der Osten gilt als Sorgenkind der Nation, entvölkert, wirtschaftlich schwach, radikal. Dass daran auch die arrogante Haltung des Westens mit Schuld trägt, wird kaum thematisiert.


Der Westen steht ratlos vor dem Osten. Bis heute. Ein Mysterium. Nach wie vor fremd, nach über 30 Jahren Wiedervereinigung. Der Westen erklärt den Osten - hört ihm aber nicht zu. Annäherung kann nur auf Augenhöhe gelingen. Nicht durch herablassende Besserwisserei aus Hamburg und München.


Medienvertrauen entsteht durch respektvolle und differenzierte Berichterstattung. Mehr ostdeutsche Stimmen in Redaktionen sind eine Voraussetzung, um Vertrauen zurückzugewinnen. Ostdeutsche sind jedoch nach wie vor stark unterrepräsentiert - vor allem auch in Führungspositionen. Die fehlende Repräsentation trägt dazu bei, dass ostdeutsche Lebenswirklichkeiten und Probleme oft nicht adäquat abgebildet werden.


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