12 MERKMALE: LEBST DU IN EINER GLEICHBERECHTIGTEN PARTNERSCHAFT?
- Voice Maniac

- vor 3 Tagen
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Aktualisiert: vor 1 Tag

Gleichberechtigung in der Partnerschaft – wir alle nicken zustimmend, wenn wir davon hören. Doch wie sieht sie im Alltag wirklich aus? Jenseits von romantischen Vorstellungen und gut gemeinten Absichten zeigt sich wahre Gleichberechtigung in konkreten, alltäglichen Situationen. Hier sind 12 Merkmale, an denen du erkennen kannst, ob deine Beziehung wirklich auf Augenhöhe stattfindet.
1. Haushalt ist keine „Hilfe", sondern gemeinsame Verantwortung
🩶 Dein*e Partner*in spricht nicht davon, im Haushalt zu „helfen", sondern erledigt Aufgaben selbständig ohne Erinnerung oder Hilfestellung.
Wenn jemand im eigenen Haushalt „hilft", impliziert das, dass eine andere Person die Hauptverantwortung trägt. In einer gleichberechtigten Partnerschaft gibt es keine Chefin oder keinen Chef des Haushalts. Beide tragen gleichermaßen Verantwortung und sehen von selbst, was zu tun ist.
2. Finanzen gehören euch beiden
🩶 Egal wer wieviel verdient – es ist euer Geld und du kannst über deine Hälfte verfügen, wie du möchtest.
Finanzielle Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass beide exakt gleich viel verdienen müssen. Sie bedeutet, dass beide Partner*innen gleichen Zugang zu den gemeinsamen Ressourcen haben und finanzielle Autonomie genießen, unabhängig davon, wer das Geld nach Hause bringt. Vor allem, wenn eine der beiden unbezahlte Care-Arbeit verrichtet.
3. Altersvorsorge wird gemeinsam gedacht
🩶 Ihr zahlt gleich viel in die Rentenversicherung oder Altersvorsorge ein mit dem Ziel, dass eure zukünftige Rente gleich hoch sein wird.
Dieser Punkt wird oft übersehen, hat aber enorme Langzeitfolgen. Wenn eine Person beruflich zurücksteckt für Familie oder Haushalt, muss das in der Altersvorsorge ausgeglichen werden. Sonst endet Gleichberechtigung in der Altersarmut.
4. Wichtige Entscheidungen trefft ihr zusammen
🩶 Zum Beispiel, wie ihr euer Geld anlegt und wie ihr fürs Alter vorsorgt.
Von der Geldanlage über den Wohnort bis zur Familienplanung – Entscheidungen, die beide betreffen, werden von beiden getroffen. Keine Person hat ein Vetorecht oder das letzte Wort, nur weil sie mehr verdient oder als „Familienoberhaupt" gilt.
5. Mental Load wird geteilt
🩶 Ihr kümmert euch gleichberechtigt um die kleinen organisatorischen Dinge des Alltags.
Es reicht nicht, Aufgaben auszuführen, wenn man daran erinnert wird. Gleichberechtigung bedeutet auch, mitzudenken: Wann ist der nächste Zahnarzttermin? Hat das Kind Mütze und Handschuhe an, wenn es das Haus verläfft? Wann hat die beste Freundin Geburtstag? Diese unsichtbare Arbeit des Organisierens und Denkens sollte fair verteilt sein.
6. Konflikte sind sicher
🩶 Du traust dich, Konflikte auszutragen – ohne Angst, dein*e Partner*in könnte ausrasten oder gewalttätig werden.
In einer gleichberechtigten Partnerschaft herrscht emotionale Sicherheit. Du kannst deine Meinung sagen, Bedürfnisse äußern und Konflikte ansprechen, ohne Angst vor Konsequenzen haben zu müssen. Meinungsverschiedenheiten sind normal, Angst vor der Reaktion ist es nicht.
7. Versöhnung ist keine Einbahnstraße
🩶 Wenn ihr Streit hattet, geht die Versöhnung nicht immer von derselben Person aus. Die „Emotional Labour" ist gerecht verteilt.
Es ist nicht immer die gleiche Person, die den ersten Schritt macht, sich entschuldigt oder die Stimmung wieder aufhellt. Emotionale Arbeit – das Kümmern um die Beziehungsqualität und das emotionale Klima – lastet nicht einseitig auf einer Schulter.
8. Bedürfnisse dürfen sein – auf beiden Seiten
🩶 Ihr könnt eure Bedürfnisse frei äußern und sucht Lösungen, bei denen ihr beide gleichberechtigt auf eure Kosten kommt. Ihr wertet eure Bedürfnisse nicht ab.
Die Bedürfnisse einer Person sind nicht wichtiger als die der anderen. Weder werden deine Wünsche als „zu viel verlangt" abgetan, noch musst du die deines*r Partner*in über deine eigenen stellen. Ihr findet Kompromisse, in denen beide gesehen werden.
9. Karriere und Sorgearbeit werden fair ausgeglichen
🩶 Ihr verwirklicht euch beide beruflich im gleichen Maße – und wenn nicht, bekommt die Partei, die mehr Haus- und Sorgearbeit übernimmt, für den Einkommensverlust eine Entschädigung.
Berufliche Verwirklichung ist kein Privileg, das nur einer Person zusteht. Wenn eine Person beruflich zurücksteckt, muss das finanziell und durch Anerkennung ausgeglichen werden. Unbezahlte Arbeit bleibt sonst genau das: unbezahlt und unsichtbar.
10. Finanzielle Unabhängigkeit bleibt erhalten
🩶 Ihr könntet euch jederzeit voneinander trennen, weil ihr auf eigenen Beinen steht und finanziell nicht voneinander abhängig seid.
Das klingt unromantisch, ist aber essenziell. Wahre Gleichberechtigung bedeutet, dass beide Partner*innen aus freien Stücken in der Beziehung sind – nicht aus finanzieller Notwendigkeit. Die Option zu gehen, macht das Bleiben zu einer echten Wahl.
11. Grenzen werden respektiert – besonders im Bett
🩶 Du machst nicht ständig Dinge, zu denen du eigentlich keine Lust hast (vor allem im Bett) - aus Angst, sonst verlassen zu werden.
Sexuelle Gleichberechtigung bedeutet, dass deine Grenzen respektiert werden und du nicht aus Angst oder Pflichtgefühl Dinge tust, die du nicht willst. Deine körperliche Autonomie ist unantastbar, und Nein sagen ist jederzeit möglich – ohne negative Konsequenzen.
12. Gegenseitige Unterstützung ist selbstverständlich
🩶 Ihr unterstützt euch gegenseitig. Das Wohlergehen beider Parteien ist gleich wichtig.
Die Träume, Ziele und das Wohlbefinden deines*r Partner*in sind nicht wichtiger als deine eigenen – aber eben auch nicht unwichtiger. Ihr seid füreinander da, feiert Erfolge gemeinsam und fangt euch gegenseitig auf, wenn es schwierig wird.
Und? Lebst du in einer gleichberechtigten Partnerschaft?



Danke für diesen interessanten Post, was die Rente angeht, gibt es bei uns Luft nach oben.