ORF-CHEF ROLAND WEISSMANN SCHICKTE JAHRELANG DICKPICS - JETZT FORDERT ER 3,9 MILLIONEN
Aktualisiert: 1. Okt.

Am 4. März traf sich laut einer SPIEGEL-Recherche der Anwalt einer ORF-Mitarbeiterin mit der Spitze des ORF-Stiftungsrates in Wien - und präsentierte ihnen Chats, Fotos und Audiomitschnitte, die von ORF-Chef Roland Weißmann stammen sollen.
Darin macht er der deutlich jüngeren Mitarbeiterin sexuelle Avancen, inklusive Fotos von seinem Penis. Sie wehrte ab: Sie sei verheiratet, nur an einer Freundschaft interessiert. Er wurde mal wütend, mal ruderte er zurück, dann versuchte er es wieder. Ganze 3 Jahre lang.
Die Betroffene nahm sich einen Anwalt und forderte drei Dinge: Weißmann solle zurücktreten, ihre Anwaltskosten übernehmen und 25.000 Euro an ein Frauenhaus spenden. Im Gegenzug war sie dazu bereit, eine Verschwiegenheitserklärung zu unterzeichnen.
Laut Medienberichten soll Weißmann zugegeben haben, dass die Nachrichten von ihm stammen und den Deal akzeptiert haben - forderte allerdings eine Millionensumme als Abfindung.
Dann trat er plötzlich zurück. Und behauptet seitdem, alles sei wechselseitig und einvernehmlich gewesen. Auch die Compliance-Untersuchung des ORF will keine sexuelle Belästigung “im rechtlichen Sinn” festgestellt haben. Ein beteiligter Jurist sagte gar, es habe sich für sie der Eindruck ergeben, dass der Austausch “für keine der beiden Seiten unerwünscht war”. Ethisches und Compliance-relevantes Fehlverhalten habe es aber dennoch gegeben.
Weißmann geht nun zum Gegenangriff über. Er hat nicht nur gegen den ORF, sondern auch gegen die Betroffene geklagt. Insgesamt verlangt er 3,9 Millionen Euro Entschädigung. Gegenüber der Kronenzeitung sagte er: Es stelle sich “schon auch die Frage, wer hier das Opfer ist.”
Genau diese Dynamik – Macht, Abhängigkeit, jahrelanges Wegsehen und fehlendes Vertrauen in die Beschwerdestrukturen – ist kein Einzelfall. Das Ergebnis: ein enormer Schaden für den ORF und die Betroffene.
Machtdynamiken sind genau der Grund, warum Awareness-Arbeit bei Sendern und in Unternehmen kein Nice-to-have ist - sondern wichtige Präventionsarbeit.
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